Trainingslager der Volleyball E- und F-Jugend
27./28. März 2010 - die Tage der Wahrheit...die Fakten waren vorher klar: Training, Training, Training, Aufstehen Sonntag 7:00 - mit Umstellung auf die Sommerzeit - also 6:00h. So weit, so hart.
Wer jetzt glaubt, die beiden Trainer David und Barbara wären allein in der Arloffer Halle gewesen, der muss sich von den RSV Kids Jahrgang 1998 - 2002 eines Besseren belehren lassen: 19 - in Worten neunzehn !! - Volleyballkids des RSV schreckten die Bedingungen keineswegs ab. Im Gegenteil...
Samstag, 14h pünktlich ging es los, warm getobt mit Aufwärmspielen, ging es in die „Jammerrunde"= Kräftigungstraining und zwar hard core - Bauch und Rücken, da wo's all denen üblicherweise weh tut, die nicht regelmäßig in den Genuss der „Jammerrunde" kommen. Danach standen die Koordinationsleitern auf dem Plan: Fuß- und Körpergewandtheit - high speed - Tempo und Dynamik am laufenden Meter.
An die Bälle fertig los: pritschen, baggern, Aufschlag - mit kurzen Trinkpausen - wurde um 16h kurz für das üppige (natürlich selbst erstellte) Kuchenbüffet unterbrochen - aber um 16:20h tobten die ersten schon wieder durch die Halle: jetzt ging es um die Automatisierung von Spielsituationen (klingt kompliziert - war's aber nicht).
17:15h duschen („Muss mir etwa die Haare waschen??"
„Nee, alles, und zwar von oben nach unten!"), 17:45h Abmarsch zum „Laguna", auf dem Weg dorthin wurde die AH Mannschaft beim Spiel auf dem Sportplatz lautstark angefeuert „Dietbert ist der Beste! Hält alle Bälle feste!", 18h Ankunft im „Laguna" - Festessen bei Ali: Pommes, Döner (denn Döner macht schöner...), Chickenburger - Laguna, die Insel der Seligen...
19:30h Nachteulentour durch's Dorf, wichtigster Punkt: Klingelmännchen - und dann wetzen, was das Zeug hält - ein Heidenspaß (vielleicht nicht für die Dorfbewohner, aber uns hat's mächtig Spaß gemacht :o)) intensives Sprinttraining ohne dass die Teilnehmer etwas davon gemerkt hätten...), ein Antrittsbesuch bei der frischgebackenen Geschäftsführerin des RSV Arloff-Kirspenich, Petra Roch, ein Abstecher zum Judenfriedhof, zum Spielplatz, zur Burg Kirspenich. Bildungsurlaub für Anfänger :o).
21h Ankunft in der Halle; ohne dass ein Wort gesagt wurde, bauten die Kids sich ihre Nachtlager - der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt - vom Modell Raubtierkäfig bis zu Bärenhöhle war alles vertreten, dazwischen wurde fröhlich weiter Volleyball gespielt. So ist das halt in unserem Sport - wer einmal angebissen hat, kommt nicht mehr los.
Um 23h wurden die Spiele und das Fangen eingestellt, da einige schlafen wollten. Die nachtaktiven Gespenster stellten sich flexibel auf die neue Situation um: Taschenlampen-Schwarzer Peter, Taschenlampen-Mau-Mau, Taschenlampen-Jenga usw. und der Spaß ging weiter.

Sonntag: pünktlich um 7:00h Sommerzeit stand - wie abgesprochen - ein Korb mit köstlichen frischen Brötchen vor der Tür....
In der Halle bot sich den Trainern ein abwechslungsreicher Anblick: Modell „Igel im Winterschlaf" wurde nur noch getoppt von Modell „Fuchs nach mehrtägiger erfolgloser Gänsejagd".
Nach dem auffallend ruhigen Frühstück :o))) standen wieder die Volleybälle im Mittelpunkt. Allerdings wurden die ersten zehn Minuten des Aufwärmens mit höchst interessanten Feststellungen kommentiert: „Aua, meine Beine." „Ooooh, mein Bauch." usw. :o))))
Um 10h war Beginn des Abschlussturniers: gut vorbereitet, gingen neun Teams an den Start und kämpften um die Plätze. Am Schluss hatten Marie & Anna die Nase vorn, Platz 2 erkämpften sich hochverdient Maike & Sarah.
Während des Turniers fand gleichzeitig die Stufe 1 der JugendschiedsrichterInnenausbildung statt. Volleyball - das Spiel mit den (viel zu) komplizierten Regeln, mit den hochtechnischen, komplexen Bewegungsabläufen, das Spiel des hohen Tempos und dann noch für jeden Fehler ein spezielles Handzeichen - puh, gar nicht so einfach. Aber nach kurzen Startschwierigkeiten hatten alle Schiris die „Winkerei" schnell kapiert und sie leiteten souverän ihre Spiele. Eine Besonderheit des Volleyballspiels ist, dass die Kinder ihre eigenen Spiele leiten - und dies mit Bravour!! Jetzt folgt nach den Ferien die theoretische Prüfung, dann gibt es die Jugendschiedsrichterlizenz Stufe 1 (E-und F-Jugend).
Um 13h - nach dem Aufräumen und Saubermachen - war der einhellige Kommentar: „Ich bin total müde, aber es hat voll Spaß gemacht." Na bitte, sag noch einer unseren Kindern nach, sie wollten sich nicht anstrengen!!!
So nahmen die Eltern, die für die Zeit des Trainingslagers vor das Riesenproblem gestellt waren „Was fange ich jetzt mit meiner Zeit an??????" ihre Kinder glücklich in die Arme. (Gerüchten zufolge wurden einige Eltern in der Nacht vom 27. auf den 28.3. 21010 streunend gegen 3:30h morgens auf den Straßen gesichtet, offensichtlich kann man sie nicht eine Nacht aus den Augen lassen...tze, tze, tze, wenn das die Kinder rauskriegen, dann gibt es erstmal kein Fernsehen und mindestens eine Woche Computerverbot :o(().
Aber darüber mussten die Trainingsaktivisten vermutlich erstmal eine Nacht schlafen...